MARTIN BRÜGER


Martin Brüger begegnet Dingen des Alltags so, als ob sie Kunst wären und musealen Kunstwerken mit alltäglicher Beiläufigkeit. In seinen oft aus Einrichtungsgegenständen oder Haushaltsgeräten bestehenden Objekten entfernt er durch Umbauten die ursprüngliche Funktionalität, so dass abstrahierte Hybridgebilde entstehen, die sich in ihrer Erscheinung zwischen technischen Industriemassenprodukten und minimalistischen Plastiken bewegen.
Bei seinen Museumsfotografien geht er den umgekehrten Weg: hier werden in Ansichten von klassischen Gemäldegalerien alle Bilder aus ihren Rahmen entfernt und der Blick durch diese Leerflächen mit industriell gefertigten Tapetenmustern konfrontiert.