OTTMAR HÖRL

Unter dem Überbegriff "Plastik als Organisationsprinzip" entsteht ein faszinierendes bildhauerisches Werk in unterschiedlichen Materialien und Techniken, das insbesondere soziale Ordnungssysteme reflektiert und häufig den lakonischen Ironiker verrät. 

Seit 1985 verwendet Hörl für seine Plastiken, plastischen Stilleben und für seine Schablonenzeichnungen und Objekte überwiegend industrielle Fertigteile. Durch den Eingriff des Künstlers erhalten die vorgefundenen Teile eine unerwartete künstlerische Wirkung. 

Mit seinen raumbezogenen Photokonzepten und akustischen Installationen unterdessen erweitert Hörl den Begriff der Plastik bereits in ihrem Entstehungsprozess zeit- und wahrnehmungsbezogen. Im Kontext des plastischen Prinzips der seriellen Montage realisierte Hörl daneben seit Anfang der 90er Jahre zahlreiche Auflagenobjekte, darunter das Multiple mit der größten Verbreitung eines zeitgenössischen Kunstobjekts: Die Seife "Unschuld".