Es werde Licht

Ingolstadt (DK) Licht ist am schönsten, wenn es dunkel ist. Also hat die Galerie Haas in den ersten beiden Oktoberwochen ihre Öffnungszeiten angepasst: Bis 20 Uhr ist auf – und damit kann man, kommt man gegen Ende, in urbaner Dämmerungsatmosphäre wohl leuchtender erleben, was drei Künstler so anrichten in der Galerie: Nämlich eben Lux und Lumen als Werk- und Wirkstoff für Konkrete Kunst.

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Die Mischung macht's

Ingolstadt (DK) Wer sich einen Überblick verschaffen will, wie Ingolstadts einzige Kunstgalerie in den vergangenen zehn Jahren arbeitete und zugleich eine spannende Ausstellung moderner Kunst erleben will, ist zurzeit bei Mariette Haas am rechten Platz. Zum zehnjährigen Jubiläum ihres Hauses hat die Galeristin die „Dekade“ eingerichtet: Eine Schau, die tatsächlich alle mittlerweile 22 Galeriekünstler präsentiert – in einem so munteren wie qualitätvollen Miteinander voller Korrespondenzen.

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"Kunst hat mich immer begleitet"

Seit zehn Jahren führt Mariette Haas Ingolstadts einzige Galerie – Morgen ist Vernissage der Jubiläumsausstellung

Donaukurier, 21.05.14
Ingolstadt (DK) Ihre Markenzeichen sind ihr rotbrauner Lockenkopf und schwarze High Heels, ihre Leidenschaft ist die moderne Kunst. Die hat Mariette Haas 2004 endgültig zur Profession gemacht: Vor zehn Jahren eröffnete sie in einem stimmungsvoll renovierten Altbau gegenüber der Asamkirche die „Galerie Mariette Haas“. „Natürlich bin ich zigmal gewarnt worden, so etwas Aussichtloses zu wagen“, sagt die heute 60-Jährige mit den blitzblauen Augen. „Aber das ist wohl ein Wesenszug von mir, dass ich mich davon nicht beeindrucken lasse, wenn ich weiß, was ich tue.“ Und das wusste sie sehr wohl.

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Mit Lego Kunst Bauen

Foto: Derstroff

Donaukurier, 14.03.14
Ingolstadt (DK) Vor artfremden Materialien hat sich Ottmar Hörl noch nie gefürchtet. Der Mann, der mit seriell aufgebauten Kunststofffiguren von Hasen über Zwerge und Wagner-Hunde bis hin zu Venusstatuetten populär geworden ist, scheute in der Vergangenheit außer vor Kunststoff weder vor Seife, Besenborsten, Drainagerohren oder Mülleimern zurück, um sie – „Unschuldsseife“, „Besenstücke“, Knoten „Im gordischen Stil“ oder „Street Gang“ – in veritable Kunst zu transformieren.

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Stadt der Engel

Foto: Strisch

Donaukurier, 30.11.2013
Ingolstadt(DK) Goldene Schutzengel bevölkern die Ingolstädter Innenstadt. Mit nachdenklichem Blick beobachten sie das Treiben unter sich. Manch einer fragt sich, woher die Himmelsschar gekommen ist.

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Vielfalt im Doppelpack

Donaukurier, 19.11.2013
Ingolstadt (DK) Ben Muthofer hat sich schon einmal die Nase an einer Acrylglasbox platt gedrückt. Beim Versuch, hinter das Geheimnis der raffinierten Faltungen von Peter Webers Arbeiten zu kommen. Und den meisten Besuchern der Ausstellung in der Ingolstädter Galerie Mariette Haas wird es nicht anders gehen.


Foto: Rössle

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Eintauchen

Donaukurier, 25.09.2013
Ingolstadt (DK) „Eintauchen“ – was für ein passender Titel! Denn eingetaucht ist Iryna Pryval in industrielle Forschung. Eingetaucht hat sie alsdann all ihre Rohlinge in Maschinen und Materialien. Eintauchen ließ sie sogar ihren eigenen Hund – und zwar in einen Pool; das Unterwasser-Video des schwimmenden Tiers läuft in Endlos-Schleife in der Schau.

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Entspanntes Vergnügen

Donaukurier 16. September 2013
Die Ingolstädter Nacht der Museen lockte an 13 Orte – und stand unter dem Einfluss ungewöhnlicher Frauen.

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Sonja Weber - Gewebte Momente

Donaukurier, 30.11.2012
Ingolstadt (DK) Gischt sprüht, die Wellen überschlagen sich. Das Wasser scheint direkt aus dem Bild zu drängen, ohne jedoch bedrohlich zu wirken. Die Kraft des Atlantik hat Sonja Weber für das größte Bild ihrer Ausstellung „Landschaft – Bilder aus Kette und Schuss“ eingefangen.

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Minimum an Form, Maximum an Wirkung

Donaukurier, 15.09.2012
Ingolstadt (DK) An diesem Sonntag endet die große Retrospektive von Ben Muthofer im Kunstforum Ostdeutschen Galerie in Regensburg. Aber auch in Ingolstadt wird der 75 Jahre alte Künstler in seinem Jubiläumsjahr gewürdigt, was man der Galeristin Mariette Haas- Klein nicht hoch genug anrechnen kann.

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Ben Muthofer in der Galerie Mariette Haas

Donaukurier, 31.08.2012
Ingolstadt (DK) Die Leichtigkeit, die fliegenden Formen, die spielerischen Variationen zum Dreieck. Mariette Haas-Klein ist begeistert von den neuen Arbeiten von Ben Muthofer. Für die Galeristin fügen sie sich schlüssig in das Gesamtwerk des Künstlers, führen sie ihn doch auch wieder zurück zur Malerei, zu seinen Anfängen Ende der 50er Jahre. „Ich bin aber auch begeistert, dass er mit über 70 eine ganz neue Werkreihe nach einer Vielzahl an bedeutenden Arbeiten im Laufe eines erfolgreichen Künstlerlebens geschaffen hat.“ Und sie freut sich, dass sie in dessen Jubiläumsjahr auch in Ingolstadt eine Ausstellung zeigen kann.

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Die Mischung machts

Donaukurier, 15.06.2012
Ingolstadt (DK) Kunst aus dem Baumarkt – die gibt es derzeit nicht nur im Museum für Konkrete Kunst zu sehen, sondern auch in der Galerie Mariette Haas. Allerdings nicht als Arbeitsmotto, sondern materiell inspiriert vom eigentlichen Ausstellungsthema „Collage“. Das wählte die Klasse Ottmar Hörl an der Nürnberger Akademie für ihre Ingolstädter Schau – und natürlich lässt sich trefflich collagieren etwa mit Sieben, Schläuchen, Gießkannen, Kanistern (aus solchen Materialen schuf Urban Hüter seine alienhaften Wandzwitterwesen namens „Plastix, Evolution“). Mit Glühbirnen, Lampenfassungen und Steckdosen (Nehle Bertsch's „Netzwerk“) oder mit Flockstoff, Staubsaugerschlauchkugel und Einkaufswagen (Iryna Pryvals „caddy“ sieht so aus). Mit Dingen eben, die man im Baumarkt kaufen kann. Aber auch Hunderte von toten Fliegen, Seife, zerknülltes Papier in Folie und altes Gummispielzeug kommen darüber hinaus zum Einsatz für die objekthafte, bunte Präsentation.

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Zweimal konkret

Donaukurier, 28.11.2011
Ingolstadt (ksd) Zwei österreichische Altmeister der Konkreten Kunst hat die Ingolstädter Galerie Mariette Haas derzeit zu Gast.
In der Ausstellung „1 + 1“ zeigen Gerhard Frömel, Jahrgang 1941, und Hellmut Bruch, 1936, indes ungeheuer vitale Kunst. Die steht unter den Titeln „Licht und Proportion“ (Bruch) und „Wechselnde Wahrnehmung“ (Frömel) und zeigt genau das – dazu aber auch zwei Ansätze des Genres, die unterschiedlicher nicht sein und besser nicht zusammengehen könnten.

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Martin Brüger mehr + weniger

Donaukurier, 19.05.2011

Ist das Kunst oder kann das weg ?

Ingolstadt (DK) Eine Joghurtmaschine ist (k)eine Joghurtmaschine, wenn sie in die Hände von Martin Brüger fällt. Dann nämlich wird sie – ja, was? Pure Form? Ästhetisches Zitat? Konkrete Kunst? Oder alles und gleichzeitig nichts davon? "mehr + weniger" nennt der 46-jährige Dortmunder Künstler aus gutem Grund die Ausstellung in der Ingolstädter Galerie Mariette Haas mit jenen Objekten.

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Heiner Thiel - Neue Arbeiten

Donaukurier, 19.03.2011

Erlebbarer Farb-Raum

Ingolstadt (DK) Es leuchtet in der Galerie Mariette Haas, farbsatt und changierend. Die ultimative Monochromie, das tiefste Blau, das hellste Grün, das wärmste Rot strahlen von den Wänden. Ein Maler war hier trotzdem nicht zugange. Mit dem 54-jährigen Heiner Thiel präsentiert die Galeristin einen veritablen Bildhauer – und einen, der bestens in ihr konkret orientiertes Ausstellungsprogramm passt.

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Dirk Brömmel für's MKK

Stadt Ingolstadt, Newsletter vom 15.01.2011

Fotoarbeit von Dirk Brömmel für's MKK
Schenkung des Freundeskreises für Konkrete Kunst

Das Museum für Konkrete Kunst erhält von seinem Freundeskreis eine Fotoarbeit von Dirk Brömmel (2002) geschenkt: VT 13 – Mies van der Rohe zu Besuch in der Villa Tugendhat. Die offizielle Übergabe findet am Sonntag, 16. Januar, um 15 Uhr im Rahmen eines Künstlergesprächs mit Dirk Brömmel im Museum statt. Im letzten Jahr stellte das Museum für Konkrete Kunst die Fotoarbeiten zu Villa Tugendhat von Dirk Brömmel in der Städtischen Galerie im Theater aus.

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Masterprints

Donaukurier, 14.12.2010

Wer schon immer mal Joseph Beuys' Hut höchstpersönlich sehen wollte, ist in der Galerie Mariette Haas derzeit am rechten Platz. Freilich nicht als echte Kopfbedeckung, sondern in Form einer feinen Lithografie ist der "Hut" zu sehen, der, wiewohl sofort Assoziationen weckend zum großen Künstler selbst, denn auch gar keiner ist. "Pyramide" heißt die Arbeit aus dem Jahr 1977: eine zartbraune Erhebung auf weißem Blatt, sehr souverän, sehr anrührend - und nur 4900 EURO teuer.

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Ottmar Hörl - Verwandlungen

Donaukurier, 14.09.2010

Venus in Unterwäsche

"Verwandlung" heißt Ottmar Hörls neue Ausstellung in der Galerie Mariette Haas – und der findige Kunstprofessor und Meister der seriellen Vermarktung kann, wie zur Vernissage geschehen, sehr logisch erklären, was da alles verwandelt wird.

Etwa die Galerie in ein Museum – denn bei Haas hängen nun tatsächlich in Originalgröße "alte Meister". Deren Werke verwandelt er außerdem in zeitgenössische Kunst: Denn natürlich hat Hörl die berühmten Vorbilder am PC bearbeitet. Und nicht zuletzt der Blick des Gastes: Vom oberflächlichen "Tizian kenn’ ich schon" soll er ändern in genaueres Hinschauen und Neu-Entdecken. So viel zum Motto also.

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Drinnen - Draussen

Donaukurier, 08.07.2010

Reif für die Insel

Es muss nicht immer konkrete Kunst sein: Pünktlich zur Reisezeit verlässt Galeristin Mariette Haas ihren gewohnten Pfad und präsentiert eine hochsommerliche, kindlich gegenständliche Ausstellung. Mit äußerst farbigen Bildobjekten zum Thema Urlaubsidylle und aus, so scheint es, gerade aufgeblasenen Plastikkissen.

Doch halt! Weitaus hintergründiger (und von ganz anderem Material!) sind die bunten, dreidimensionalen Südseeansichten von Barbara Storck-Brundrett mit ihren aufgepappten Schirmchen, Liegestühlen oder Fischen. Und weitaus mehr als Riesen"Smarties" die unter diesem Titel ebenfalls zu sehenden Boden- und Wandobjekte der früheren Timm-Ulrichs-Meisterschülerin Uta Weber.

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Dirk Brömmel - Villa Tugendhat (Theatergalerie)

Donaukurier, 01.02.2010

Schatten der Vergangenheit

Ein Gebäude, 80 Jahre alt, das zu den Meisterwerken der Klassischen Moderne zählt. Eine Familiengeschichte, vom Leid der Nazizeit geprägt. Und Bilder, die beides vereinen in bebender Kongruenz aus damals und heute. Und doch nichts weiter sein wollen als Fotografie.

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Galerie Haas feiert Jubiläum

Donaukurier, 21.12.2009

Und alle sind sie da zur farbenfrohen Weihnachtsausstellung, Ottmar Hörl ebenso wie Camill Leberer, Gisela Hoffman genauso wie Dirk Brömmel, Sonja Weber oder Hellmut Bruch. Das muss auch so sein, denn vor allem eine Jubiläumsschau ist, was Mariette Haas derzeit unter dem Motto „1, 2, 3, 4, 5“ präsentiert. Das fünfjährige Bestehen ihres Hauses feiert sie mit allen 19 Künstlern der Galerie – und das in mehreren Hängungen. Damit jeder Künstler Platz für mehrere Exponate hat, damit die Schau nicht Sammelsurium wird. Und das Konzept geht auf.

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Marina Herrmann - Standorte

Ingolstadt (ksd) 12.09.2009

Dickicht der Städte

Tokio, Shanghai, Dubai, Sao Paulo – was bleibt von solchen Reisen? In diesem Fall: Linien und Rhythmen, Licht und (Un)Farbe, Verfremdung und Fremdheit. In der Galerie Haas zeigt die 48-jährige Kölner Künstlerin Marina Herrmann derzeit Fotoarbeiten und Malerei aus ihrem 2008 begonnenen Projekt "StandOrte"; will damit abstrakt die individuellen Anmutungen der Städte im entindividualisierten globalen Höher- und Weiterstreben von Fassaden und Großstadthybris, von Architektur und Kultur untersuchen. Eine Antwort liefert Herrmann, als Galeriekünstlerin zum dritten Mal vorort, mit ihren Werken nicht ("das ist die Aufgabe anderer"), wohl aber strukturelle Foto-Bildkästen von klein bis groß: die Megacity en detail, konkret, und doch bisweilen rätselhaft wie ein Orakel.

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Konkrete Klassiker

Ingolstadt (DK) 15.07.2009

"Transparenter Raum": Das sind vorwiegend (Acryl)glaskästen. Gefüllt mit Spiegeln. Industriestaub. Zart gestricheltem Papier. Körperlosen Schatten. Sind Werke von Künstlern, "auf die man nicht mehr Zugriff hat", sagt Mariette Haas. Arbeiten hauptsächlich aus den 60er bis 80er Jahren von Tom Mosley, Hartmut Böhm, Adolf Luther, Erich Reusch, Eva Niestrath und Russel Maltz zeigt die Galeristin in ihrem Haus in der Neubaustraße in der Austausch-Reihe "Galerien zu Gast". Die Saarlouiser Galerie Walzinger lieferte den Bestand für die neue Schau: Konkrete Kunst aus ihrer Hoch-Zeit, von Kunstschaffenden, die heute teils schon nicht mehr unter den Lebenden weilen – und damals durchaus Neues ausprobierten.

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